28. Jul 2010
Willkommen bei Andreas Eickelkamp!
- Informationen über mich und mein berufliches Engagement als Freier Journalist, Dozent für Journalistik und Medienforscher
- einen passwortgeschützten Bereich für Projekte
- die Möglichkeit, mir eine Nachricht zu schreiben.
Viel Spaß beim Blättern:
Andreas Eickelkamp, Berlin
Im August erscheint die zweite Ausgabe des neuen Verbrauchermagazins Premius. Das Heft sei eher ein „Marketing-Paket“ als ein seriöses Testmagazin, lautete die Kritik an der ersten Ausgabe (siehe journalist 6/10). Chefredakteur Andreas Busch stellt sich den Fragen des journalists.
In ihrer Jahresbilanzkonferenz für 2009 diese Woche musste die Stiftung Warentest über zurückgehende Heftauflagen und Erlöse berichten. Gegenüber 2008 sanken die Auflagen der Zeitschriften Test und Finanztest um jeweils 5,6 Prozent. In gleichem Umfang nahm auch die Zahl der kostenpflichtigen Abrufe der Internetseite test.de ab. Damit stehen die Publikationen der Stiftung schlechter da als die Zeitschriften Guter Rat (plus 4,2 Prozent verbreitete Auflage) und Ökotest (minus 1,4 Prozent). Nur Computerbild hatte im vergangenen Jahr einen ähnlichen Rückgang zu verbuchen (minus 5,4 Prozent). (…)
Seit wenigen Tagen ist die Zeitschrift Premius aus dem Hause JDB Media im Zeitschriftenhandel erhältlich. Sie bezeichnet sich selbst als ein „neues Testheft“ und will eigenen Angaben zufolge ein „moderner Einkaufsführer“ sein, mit dem der Leser den „optimalen Anbieter“ findet. Doch wer das Heft liest, erkennt: Die Redaktion hat nicht einen einzigen Test selbst gemacht, sondern pickt sich lediglich die Testsieger alter Tests heraus und gibt zu diesen dann einige weitere Informationen – Unternehmens-PR inklusive.
Die weltweite Krise des Finanzmarktes habe eine Krise der Wirtschaftsberichterstattung mit eklatantem journalistischem Versagen ausgelöst. Zu diesem Schluss kommt die diese Woche veröffentlichte Studie „Wirtschaftsjournalismus in der Krise“ der Otto-Brenner-Stiftung der IG Metall.